Archiv für die Kategorie „Übers Übersetzen“

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Robert Maier
zur Übersetzung von Brettspielen
„Brettspiele? Was soll da schon dran sein beim Übersetzen? So schwer kann das ja nicht sein… diese Regeln, das ist doch so was wie eine Bedienungsanleitung – am Ende müssen die Kinder eben wissen, was sie tun müssen, damit sie's nicht falsch spielen… oder?“ So lauten einige typische Klischees, die einem zum Thema Spieleübersetzen regelmäßig begegnen. Wir glauben, dass auch diese Fragen von den Herausforderungen des Literaturübersetzens nicht weit entfernt sind. Robert Maier – Literatur- und Spieleübersetzer – zeigt auf, warum dies auch für einen Klassiker wie Monopoly gilt.

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Johanna Czerny
zu Übersetzungsherausforderungen bei Videospielen
Bei Videospielen denken sicher die wenigsten als erstes an deren literarisches Potential. Tetris, Candy Crush & Co. bleiben nicht wegen ihrer geistreichen Wortwitze oder ausgefeilten Prosa in Erinnerung. Dennoch verfügt dieses Medium über eine außerordentliche Fähigkeit, durch Sprache, Bild, Ton und interaktive Elemente Geschichten zu erzählen, deren Übersetzung ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt.

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Sabine Ruflair
zum Unterschied zwischen Lyrik und Lyrics aus Sicht einer Musicalübersetzerin
Als ich kürzlich im Rahmen eines Interviews auf die lyrischen und dramatischen Elemente einer Musicalübersetzung angesprochen wurde, war ich ob des Wortes „lyrisch“ doch erstaunt. Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich Lyrik übersetze. Auch wenn die Liedtexte im Musical oft „Lyrics“ genannt werden, gibt es Unterschiede zwischen dem Übersetzen von Lyrik und dem Übersetzen von Musical-Lyrics, und zwei davon möchte ich hier vorstellen: Kontextualisierung und Singbarkeit.

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Thomas Wagner über einen
Kommentar des Papstes Franziskus zu einer Vaterunser-Bitte in deutschen Bibelübersetzungen
In Frankreich wurde kürzlich das Vaterunser Gebet geändert, in Deutschland findet aktuell eine Debatte genau darüber statt, ob der Vers „Und führe uns nicht in Versuchung“ irreführend übersetzt sei – komme es doch nicht Gott, sondern dem Satan zu, uns zu versuchen. So lobt Papst Franziskus die französische Änderung von „Ne nous soumets pas a la tentation“ (dt.: „Unterwerfe uns nicht der Versuchung“) zu „Ne nous laisse pas entrer dans la tentation“ („Lass uns nicht in Versuchung geraten“), die zum ersten Advent dieses Jahres umgesetzt wurde. Thomas Wagner hinterfragt die Bedeutung des Verses in seinem historischen Kontext und weist auf zeitaktuelle Implikationen der päpstlichen Exegese hin.

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Mona Eikel-Pohen über
von
Hannah Arendt begleitete im Jahr 1961 den Gerichtsprozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem und berichtete darüber im New Yorker. Ihre Darstellung der „Banalität des Bösen“ führte diesseits und jenseits des Atlantiks zu großen Kontroversen. In Buchform erschien der Text zunächst auf Englisch, die deutsche Fassung wurde von Brigitte Granzow übersetzt und von Hannah Arendt durchgesehen. Mona Eikel-Pohen fragt in ReLü, ob womöglich auch die Verwendung des Konjunktivs die Kritik an Arendt provoziert haben könnte, wodurch die Frage nach der Macht von Sprache ein besonderes Gewicht erhält.

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Marion Herbert über ihre
Annäherung an das Verb apprivoiser bei Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz. Ein Werkstattbericht
Muss man Freunde zähmen? Jede Neuübersetzung des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry steht automatisch in Bezug zur ersten Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb aus dem Jahr 1950, die wohl jeder kennen dürfte. Auch Marion Herbert, die im Jahr 2015 eine von sieben Neuübersetzungen vorgelegt hat, stellt sich dieser Auseinandersetzung und zeichnet anhand des Verbs apprivoiser die Komplexität übersetzerischer Entscheidungen nach.

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Hanna Ohlrogge schreibt
Ein kleines Plädoyer für waghalsigeres Übersetzen
„Wir reiten das Pferd nicht, wir striegeln es nur“, hat mal jemand zu mir gesagt. Gemeint hat er damit, dass wir Übersetzer so was wie die Stallburschen der Literatur sind – wir wissen genauestens über die Vierbeiner Bescheid, aber über Wortwiesen galoppiert wird woanders. Das fand ich zuerst gewitzt formuliert, und dann schnell ziemlich traurig. Denn wenn ich übersetze, schreibe ich am liebsten unübersetzbare Sätze. Solche, die so deutsch sind, dass sie sich so leicht in keiner anderen Sprache sagen lassen. Ich mag das nicht, wenn ich in meiner Übersetzung die Sprache des Originals zu unverhohlen nachhallen höre. Deutsch ist viel zu schön dafür. Finde ich.

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Vera Elisabeth Gerling über
sieben Neuübersetzungen von Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz
Kaum ein Buch hat sich weltweit so sehr als Longseller bewährt wie Le Petit Prince von Antoine de Saint-Exupéry, das bereits in 270 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde. Nachdem im Jahr 2014, also wie üblich siebzig Jahre nach dem Tod des Autors, die Veröffentlichungs- und Übersetzungsrechte gemeinfrei geworden sind, erschienen im laufenden Jahr allein sieben deutsche Neuübersetzungen in Buchform – Longseller machen sich wohl immer gut im Verlagsprogramm. Will man nun zu Weihnachten einen Kleinen Prinzen verschenken, steht man vor der Qual der Wahl. Und die Zeit ist knapp. ReLü hilft!

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Andrea Schmittmann sprach mit
Dieter E. Zimmer
über Unzuverlässigkeit als Übersetzungsproblem in Vladimir Nabokovs Lolita
Wie ist die Glaubwürdigkeit eines Erzählers zu beurteilen, wenn seine Version des Geschehens den einzigen Maßstab darstellt? In Vladimir Nabokovs Lolita wird diese Frage für den Leser unumgänglich – und damit auch für den Übersetzer. Dieter E. Zimmer spricht über die Geschichte der deutschen Lolita und erzählerische Unzuverlässigkeit als Übersetzungsproblem.

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Vera Elisabeth Gerling und Silke Pfeiffer sprachen mit
Bärbel Flad
über ihre langjährige Arbeit als Lektorin und den Umgang mit Neuübersetzungen
Bärbel Flad leitete dreißig Jahre lang das Lektorat für fremdsprachige Literatur im Verlag Kiepenheuer & Witsch, wo sie mit großen Übersetzern an großen Autoren arbeitete. Im ReLü-Interview verrät sie, was eine gute (Neu-)Übersetzung ausmacht, was Lektoren und Übersetzer voneinander lernen können und wie Gabriel García Márquez ihr schlaflose Nächte bereitete.

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Bernd-Jürgen Fischer über seine Neuübersetzung von
Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
"Longtemps, je me suis couché avec Marcel Proust", so erlebte Bernd-Jürgen Fischer die zehn Jahre, die er mit der Neuübersetzung des Proust'schen Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zubrachte. Das wirft die Frage auf: Womit hat er sich denn die ganze Zeit befasst? Sein Werkstattbericht liefert die Antwort: mit Sekundärliteratur und sekundären Lektüren, mit Syntaxskizzen und etymologischen Weltreisen und dann noch mit dieser Nebensache, dem Übersetzen.

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Nicole Selmer sprach mit
Ingo Herzke
über seine Neuübersetzung von Nick Hornbys Fever Pitch
1992 erschien Nick Hornbys Fever Pitch – die Geschichte vom Glück und Elend des Fandaseins, von Arsenals gewonnener Meisterschaft und verlorenen Cupfinalspielen. Im Juni 2013 kam eine neue deutsche Fassung in die Buchhandlungen. Übersetzer Ingo Herzke erzählt von kleinen Schwierigkeiten eines Traumprojekts und von Punktgewinnen gegen Hornby.

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Interview von newspanishbooks.de mit
Susanne Lange
über ihre Neuübersetzung des Don Quijote
Susanne Lange geriet über große lateinamerikanische Autoren der Moderne zum spanischen Siglo de Oro und so schließlich zur Neuübersetzung des Don Quijote von Miguel de Cervantes Saavedra. Im Interview erläutert sie, warum gerade dieser Weg rückwärts durch die Literaturgeschichte ihr offenbaren konnte, worin das eigentliche Thema dieses Werks und die zentrale Herausforderung für die Übersetzung liegt: in der Sprache selbst.

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Nadine Püschel über die
Situation von Übersetzern audiovisueller Medien
Literaturübersetzer und Übersetzer für audiovisuelle Medien haben vieles gemeinsam: die Leidenschaft für ihren Beruf, die kreative Herausforderung – und die schlechte Bezahlung. Dabei werden professionelle Untertitler und Voice-Over-Übersetzer heute mehr gebraucht denn je. Was lässt sich tun, um unseren Berufsstand zu retten?

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Frank Sahlberger über
seine Arbeit als Untertitler
am Beispiel des Cop-Thrillers End of Watch von David Ayer
Wer Filme untertitelt, muss übersetzerische Kompromisse eingehen. Oft passt die schönste oder treffendste Formulierung nicht in die Zeile, und das kürzeste Wort gewinnt. Je dialoglastiger der Film ist, desto mehr muss gekürzt werden. Doch bei einer komplexen Handlung fällt das nicht leicht – so auch beim Actiondrama End of Watch, das den Untertitler vor diverse Probleme stellt.

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