ReLü

Schon im Namen von ReLü, der Rezensionszeitschrift zur Literaturübersetzung, steckt viel mehr als nur eine Abkürzung: ReLü erinnert an das französische „relu(e)“ wieder lesen, wieder gelesen. Und genau das tut ReLü: unsere RezensentInnen lesen Bücher wieder, sie geben Bücher wieder.

Doch wen lesen wir eigentlich, wenn wir Bücher lesen? In der Regel wird im Umgang und in der Rezeption von Literatur kein Unterschied gemacht zwischen deutschsprachigen Autoren und solchen, die ihre Werke ursprünglich in einer Fremdsprache verfasst haben und deren Bücher auf dem deutschen Buchmarkt als Übersetzung erscheinen. Häufig wird übersehen, dass wir eigentlich den Stil des deutschen Übersetzers meinen, wenn wir von dem guten oder schlechten Stil des Autors sprechen. Auch in der Literaturkritik wird die Übersetzung nur in den seltensten Fällen wahrgenommen und der Übersetzer fast nie als Autor des deutschen Textes honoriert. ReLü hat es sich zur Aufgabe gemacht, übersetzte Literatur bewusst im Hinblick auf ihre Übersetzung zu besprechen.

Die 2005 als Initiative von Düsseldorfer Studierenden und Lehrenden des Studiengangs Literaturübersetzen entstandene Zeitschrift erscheint regelmäßig zweimal pro Jahr. Seit Ausgabe 8 (2009) hat ReLü ein neues Design und ein erweitertes Profil: neben Rezensionen zu literarischen Texten erscheinen nun auch Besprechungen übersetzungswissenschaftlicher Werke und weitere Texte rund ums Übersetzen.